Die Reiterin des RV Blücher Sevelen schreibt in Le Mans Vereinsgeschichte und meistert als junge Amazone ihre Premiere mit beeindruckender Souveränität

 

LE MANS/KREIS KLEVE. Der Kreispferdesportverband Kleve darf sich über einen weiteren Erfolg in seiner jüngeren Geschichte freuen: Victoria Winkmann vom RV Blücher Sevelen hat bei den Pony-Europameisterschaften im französischen Le Mans mit der deutschen Dressurmannschaft die Goldmedaille gewonnen. Für die Nachwuchsreiterin war es zugleich die erste Europameisterschaft, die sie mit beeindruckender Souveränität meisterte. Gemeinsam mit Lilly Kasselmann auf Nasdaq FH, Lilli von Helldorff auf Nabucco HW und Leni-Sophie Gosmann auf Diamantini EA WE sicherte sich die deutsche Equipe mit 224,771 Punkten souverän den Europameistertitel vor Dänemark (220,342) und Schweden (214,971). Es war bereits der siebte Mannschaftstitel in Folge für die deutschen Pony-Dressurreiterinnen. Eine beeindruckende Erfolgsserie, die seit 2020 ununterbrochen anhält. Für Victoria Winkmann und ihre Palomino-Stute Peach begann der Wettkampf mit einer besonderen Aufgabe. Als erstes deutsches Paar gingen sie in die Teamwertung und legten einen starken Grundstein für den späteren Triumph. Mit einer ausdrucksstarken und harmonischen Vorstellung überschritten sie als erstes Paar des gesamten Wettbewerbs die 70-Prozent-Marke und verschafften der deutschen Mannschaft einen perfekten Auftakt. Gerade bei internationalen Championaten kommt dem ersten Starter eine besondere Bedeutung zu. Ein gelungener Beginn gibt der gesamten Mannschaft Sicherheit. Und genau das gelang der Reiterin des RV Blücher Sevelen eindrucksvoll. Mit Ruhe, Präzision und feinem Reiten präsentierten sich Winkmann und Peach nervenstark auf der großen europäischen Bühne und empfahlen sich auf Anhieb für die internationale Spitze des Pony-Dressursports. Bundestrainerin Caroline Roost sparte nach dem Wettbewerb nicht mit Lob für ihre Mannschaft. Die Ponys und Reiterinnen seien sowohl konditionell als auch mental hervorragend vorbereitet gewesen und hätten in Le Mans persönliche Bestleistungen gezeigt. Entscheidend seien die technische Präzision, die klassische Ausbildung sowie die große Harmonie zwischen Reiterinnen und Ponys gewesen. „Es ist nicht selbstverständlich, hier Mannschaftsgold zu gewinnen. Umso mehr freut es uns, dass die Reiterinnen und ihre Ponys als Einheit über sich hinausgewachsen sind“, erklärte die Bundestrainerin gegenüber der internationalen Presse. Für das beste Einzelergebnis der deutschen Mannschaft sorgte Leni-Sophie Gosmann mit ihrem Reitponyhengst Diamantini EA WE, die mit 75,600 Prozent zugleich die Gesamtwertung der Teamprüfung anführte. Lilly Kasselmann folgte mit Nasdaq FH und 74,857 Prozent auf Rang zwei, während Lilli von Helldorff mit Nabucco HW und 74,314 Prozent den dritten Platz belegte. Aus Sicht des Kreispferdesportverbandes Kleve besitzt der Titelgewinn jedoch eine ganz besondere Bedeutung. Mit Victoria Winkmann gehört erstmals seit langer Zeit wieder eine Reiterin aus dem Kreisgebiet zu einer deutschen Goldmannschaft bei Pony-Europameisterschaften. Ihr Erfolg ist zugleich eine Auszeichnung für die kontinuierliche Nachwuchsarbeit im Pferdesportkreis Kleve und beim RV Blücher Sevelen, der seit vielen Jahren talentierte Reiterinnen und Reiter auf ihrem sportlichen Weg begleitet. Der Gewinn der Mannschaftsgoldmedaille ist für Victoria Winkmann der bislang größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Mit Peach hat sie sich eindrucksvoll auf internationaler Bühne präsentiert und bewiesen, dass sie auch dem höchsten europäischen Niveau gewachsen ist. Im Kreis Kleve wird man die weiteren Starts bei den Europameisterschaften nun mit großer Spannung verfolgen. Denn nach diesem Traumauftakt darf die Hoffnung auf weitere Spitzenplatzierungen durchaus berechtigt sein. Riesenkompliment aber auch an Victoria`s Mutter Gabi, die für Ihre Tochter nicht nur hunderte Kilometer fährt, sondern durch ihre eigene, stetige Leistungs-/Einsatzbereitschaft einen wesentlichen Anteil an den Erfolgen hat.

Fotos: privat