Kreisverband Kleve

von Stephan Derks 16. April 2026
von Stephan Derks 16. April 2026
von Stephan Derks 16. April 2026
Termine Kreismeisterschaften im Kreispferdesportverband Kleve 2026
von Stephan Derks 16. April 2026
Kreispferdesportverband Kleve steht vor Neuausrichtung, Georg Broeckmann und Georg Lamers wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und Beitragsanpassung beschlossen Gut besucht war die 51. Delegiertenversammlung des Kreispferdesportverbandes Kleve (KPSV), ein deutliches Signal dafür, welchen Stellenwert der Pferdesport in der Region weiterhin besitzt. Vorsitzender Norbert Paeßens begrüßte neben zahlreichen Vereinsvertretern auch prominente Gäste wie den Ehrenvorsitzenden Rudi Lodewick, den Landtagsabgeordneten Stephan Wolters sowie die Para-Olympionikin Regine Mispelkamp. Wolters betonte in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung des Pferdesports: „Pferdesport ist mehr als ein Hobby, er ist Vereinsleben und Wirtschaftskraft zugleich.“ Gleichzeitig verwies er auf einen Wandel innerhalb der Szene. Unter Bezugnahme auf Aussagen von Isabell Werth, die jüngst einen Rückgang der ländlichen Reiterei beklagt hatte, machte er deutlich, dass unter anderem auch ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung notwendig sei. Gerade im Pferdesport werde die besondere Partnerschaft zwischen Mensch und Tier sichtbar. Ein Zusammenspiel, das auch im Parasport Maßstäbe setze. Trotz rückläufiger Zahlen, aktuell gehören dem Verband 40 Vereine mit insgesamt 5.621 Mitgliedern an, 203 weniger als im Vorjahr, zeigte sich Paeßens optimistisch: „Wir haben allen Grund, positiv in die Zukunft zu schauen.“ Gleichzeitig mahnte er an, dass insbesondere Kindern der Zugang zu Tieren zunehmend erschwert werde. Ein Blick auf die Vereinsstruktur zeigt jedoch die Stärke der Region: Mit 448 Mitgliedern ist der Reiterverein von Bredow Keppeln der größte im Kreis, gefolgt vom Club der Pferdefreunde Goch (422) und dem RV von Driesen Asperden-Kessel (406). Auch erinnerte Kreisjugendwartin Anna Jacobs in der Versammlung an zahlreiche sportliche Erfolge auf regionaler und überregionaler Ebene. Doch neben sportlichen Erfolgen wurden auch strukturelle Probleme deutlich. Breitsportbeauftragte Silvia Janßen kritisierte die bürokratischen Hürden bei der Nutzung von Fördermitteln. Zwar stünden jährlich 800.000 Euro aus der Reitabgabe für den Ausbau von Reitwegen zur Verfügung, doch der Zugang zu diesen Geldern sei kompliziert. „Ich habe ein Jahr gebraucht, um Mittel für einen kleinen Reitweg in Kranenburg zu beantragen“, berichtete sie. Ein weiteres Thema war die grenzüberschreitende Mobilität mit Pferden. Wolters verwies auf eine Initiative von CDU und Bündnis 90/Die Grünen Mitte März, die den Grenzverkehr mit Pferden zwischen Nordrhein-Westfalen und den Benelux-Staaten erleichtern soll. Derzeit sei für jede Fahrt ein kostenpflichtiges, zeitlich begrenztes Gesundheitszertifikat erforderlich. Ein erheblicher Aufwand für Pferdehalter und Behörden gleichermaßen. Auch personell stellte sich der Verband neu auf. Paeßens bleibt Vorsitzender, Wilma Hebben führt die Geschäfte, allerdings nur noch für ein Jahr, nach beeindruckenden 29 Jahren im Amt. Deborah Schaap bleibt weiterhin für die Finanzen zuständig. Veränderungen gab es im Sportausschuss, während Christine Nolden künftig eine zentrale Rolle als Vertreterin der aktiven Turniersportler übernimmt. Gemeinsam mit Norbert Paeßens ehrte sie die erfolgreichen Pferdesportler des KPSV. Für ihre langjährigen Verdienste wurden Georg Broeckmann und Georg Lamers ausgezeichnet. Beide erhielten hohe Ehrungen des Pferdesportverbandes Rheinland und wurden zu Ehrenmitgliedern des KPSV ernannt. Nach Jahrzehnten ohne Anpassung beschloss die Versammlung zudem eine moderate Beitragserhöhung: Künftig zahlen die Mitgliedsvereine 1,50 Euro pro Mitglied. Ein inhaltlicher Höhepunkt war der Vortrag von Regine Mispelkamp zum Thema Inklusion im Reitsport. Die Goldmedaillengewinnerin von Paris sprach bewusst von „Menschen mit Einschränkungen“ statt von Behinderten und warb für mehr Sichtbarkeit des Parasports. „Wir wollen kein Mitleid“, stellte sie klar. Vielmehr gehe es um Gleichbehandlung, auch bei der Bewertung durch Turnierrichter. Besonders eindrucksvoll schilderte Mispelkamp die Rolle der Pferde: Sie kompensierten Einschränkungen ihrer Reiter mit bemerkenswerter Sensibilität und Körperspannung. „Wenn man sieht, wie ein Para-Reiter mit seinem Pferd kommuniziert, wird man demütig“, sagte sie. Zum Abschluss griff Paeßens diesen Impuls auf: „Lasst uns das Thema Inklusion gemeinsam angehen. Einfach mal machen, ein Wir-Gefühl erzeugen.“ Fazit: Die Delegiertenversammlung zeigte damit deutlich: Der Pferdesport im Kreis Kleve steht vor Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen. Zwischen Tradition, gesellschaftlichem Wandel und neuen Impulsen will der Verband seinen Weg entschlossen weitergehen. Nachfolgende Fotos zeigen: die neuen Ehrenvorsitzen den Georg Broeckmann und Georg Lamers, eingerahmt vom Vorsitzenden des KPSV Norbert Paeßens und dem Landtagsabgeordneten Stefan Wolters Regine Mispelkamp während ihres hörenswerten Vortrags die geehrten Pferdesportler aus 2025, links Norbert Paeßens und rechts die Sportausschussvorsitzende Christine Nolden Fotos: Stephan Derks
von Stephan Derks 19. November 2025
64 Kinder und Jugendliche starten beim neuen Kreisvierkampf in Goch, Club der Pferdefreunde erwies sich bei bester Stimmung als exzellenter Gastgeber Sportlicher Ehrgeiz, Teamgeist und ganz viel Spaß: Das Turnier beim Club der Pferdefreunde Goch stand am Wochenende ganz im Zeichen der EquiFit-Challenges, der Neuauflage des früheren Kreisvierkampfs. „Wir hatten ein sehr erfolgreiches Turnier, in das die EquiFit-Challenges integriert worden waren“, freute sich Franziska Thönißen vom gastgebenden Verein. Die Premiere des neuen Formats sei „ein voller Erfolg“ gewesen sportlich, wie auch atmosphärisch. Vier Disziplinen, ein Ziel Wie beim traditionellen Vierkampf mussten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können in Schwimmen, Laufen, Dressur und Springreiten unter Beweis stellen. Die Ausdauerdisziplinen standen bereits am Samstag auf dem Programm, ehe am Sonntag die Reiterwettbewerbe auf der Anlage in Goch folgten. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. 64 Kinder und Jugendliche waren am Start und hatten viel Spaß“, bilanzierten Kreisjugendwartin Anna Jacobs und Franziska Thönißen zufrieden. Neben den EquiFit-Startern nahmen auch viele weitere Reiterinnen und Reiter am Turnier teil, so dass für reichlich Betrieb und gute Stimmung gesorgt war. Haldern siegt auf A-Niveau Insgesamt wurden in vier Wertungsklassen die besten Teams ermittelt. Auf A-Niveau, das zugleich als Kreismeisterschaft gewertet wurde, triumphierte das Team Haldern mit Lynn Sessing und Hannah Steinauf (4.801 Punkte). Auf Platz zwei folgte Wetten mit Hanne Lohmann und Marie Linke (4.446 Punkte) vor dem Team Goch (Lene Kersting, Janne Brückers, 4.382 Punkte). Auch in den weiteren Klassen gab es spannende Entscheidungen : • E-Niveau: 1. Haldern (Lina El Beridi, Anni Bontrup) – 4.729 Punkte 2. Asperden-Kessel (Clara Tönisen, Sophia Warnecke) – 4.376 Punkte 3. Praest (Ronja und Nina Becker) – 4.353 Punkte • Nachwuchs: 1. Praest II (Mila Jordan, Zahra Oudendijk) – 5.036 Punkte 2. Goch (Juli Küsters, Tessa Kauling) – 4.694 Punkte 3. Wetten III (Lysann Brammen, Maya Joyce Brüggemeier) – 4.655 Punkte • Bambini: 1. Haldern (Clara Winkel, Emilia Lüdiger) – 4.934 Punkte 2. Goch II (Laura Derksen, Helene Dickhaus) – 4.573 Punkte 3. Wetten (Magdalena Dörr, Miley Lene Brüggemeier) – 4.302 Punkte Starkes Signal für die Jugendarbeit Mit der EquiFit-Challenge ist dem Kreisreiterverband Kleve ein moderner Neustart gelungen. Das Konzept verbindet sportliche Leistung mit Spaß an der Bewegung – und spricht so den Reiternachwuchs direkt an. „Die Kinder haben mit so viel Freude und Einsatz gekämpft, das war schön zu sehen“, lobte Thönißen. Für die Organisatoren steht fest: Diese Neuauflage des Kreisvierkampfs hat Zukunft. Nachfolgend die Ergebnisse im Einzelnen:
von Stephan Derks 8. Oktober 2025
Strahlende Gesichter und stolze Pferde: Mit gleich zwei Bronzemedaillen kehren die Vielseitigkeitsreiterinnen aus dem Kreis Kleve von den kürzlich auf dem Hof Münkel in Langenhagen ausgetragenen Deutschen Amateur Meisterschaften zurück. Ein Erfolg, der nicht nur ihre persönliche Klasse, sondern auch die Stärke der regionalen Reitsportszene unterstreicht. Die Uedemerin Christel Heyl (IGV KV Kleve e.V., siehe oberes Foto) überzeugte mit ihrer erst neunjährigen Stute Emery THC, die sie selbst ausgebildet hat. In der Deutschen Amateur Meisterschaft erritt sie Bronze – und bewies damit einmal mehr ihr feines Gespür und ihr Können im Sattel. Auch in der international offen ausgeschriebenen CCI3*-Prüfung, die gleichzeitig als Meisterschaft gewertet wurde, konnte das Paar eine Platzierung erreichen. Nicht weniger beeindruckend war der Auftritt von Johanna Voelkel-Hilbrich (RV Rheurdt, unteres Foto rechts). Mit ihrem erst sechsjährigen, selbstgezogenen Wallach Alf PH erkämpfte sie sich die Bronzemedaille im Deutschen Amateur Championat. Auch sie rundete das Wochenende mit einer Platzierung in der anspruchsvollen, offen ausgeschriebenen CCI2*-Prüfung ab. Damit gehen gleich zwei bedeutende Medaillen in den Kreis Kleve – ein starkes Signal für den Vielseitigkeitssport in der Region. Übrigens: Die Vielseitigkeit gilt als „Königsdisziplin“ des Reitsports. Sie vereint die Eleganz der Dressur, die Präzision des Springreitens und die Ausdauer sowie den Mut im Geländeritt. Von den Reitern verlangt sie höchste Konzentration, Vielseitigkeit und eine tiefe Partnerschaft mit dem Pferd. Für die beiden erfolgreichen Amazonen aus dem Kreis Kleve ist die Auszeichnung daher nicht nur eine sportliche Bestätigung, sondern auch ein Lohn für jahrelanges Training und die enge Zusammenarbeit mit ihren Pferden. „Dass gleich zwei Medaillen an Reiterinnen aus unserem Kreis gehen, erfüllt uns mit besonderem Stolz“, so Norbert Paeßens, Vorsitzender des Kreispferdesportverbandes Kleve. „Dieser Erfolg zeigt, wie viel Leidenschaft, Geduld und Fachwissen hinter der Ausbildung der Pferde und hinter jeder einzelnen Prüfung steckt.“ Mit diesem Doppelerfolg haben Christel Heyl und Johanna Voelkel-Hilbrich eindrucksvoll bewiesen, dass der Kreis Kleve auch auf nationalem Parkett im Spitzensport der Amateure ein Wörtchen mitzureden hat.
von Stephan Derks 22. September 2025
Spannende Wettkämpfe, mitreißende Darbietungen und jede Menge sportlicher Ehrgeiz prägten die Kreismeisterschaften der Voltigierer auf der Reitanlage des Clubs der Pferdefreunde Der Club der Pferdefreunde Goch war am Wochenende Gastgeber der diesjährigen Kreismeisterschaften der Voltigierer. Hierbei zeigten Teams aus dem Kreisgebiet in der hervorragend hergerichteten Reithalle ihr Können und bewiesen einmal mehr, wie vielseitig und faszinierend die Verbindung von Akrobatik, Rhythmus und Pferdesport ist. Besonders eindrucksvoll waren die Darbietungen in der Kreismeisterschaftswertung, sowie die, die auf M- und L-Niveau ausgetragen wurden. Zunächst mussten die Voltigiererinnen in der Pflicht Präzision, Körperspannung und technische Sicherheit zeigen, bevor es in der Kür galt, mit Kreativität, Ausdruck und perfektem Zusammenspiel mit dem Pferd zu überzeugen. Den begehrten Titel sicherte sich souverän das Team Vince des gastgebenden Clubs der Pferdefreunde Goch. Auf ihrem Pferd Da Vinci, an der Longe von Helena Pyka, präsentierten die Voltigiererinnen sowohl eine technisch saubere Pflicht als auch eine ausdrucksstarke, harmonische Kür. Mit einer hervorragenden Endnote von 7,091 ließen sie die Konkurrenz klar hinter sich. Der Sieg war verdient und unterstrich die starke Nachwuchsarbeit des Vereins. Platz zwei ging an das Team VVS Kalkar 3 mit Exentriek unter der Longenführung von Madita Brauer, das in Pflicht und Kür insgesamt auf 5,891 Punkte kam. Auch im Nachwuchscup zeigten die jungen Voltigierer viel Talent und Begeisterung. Vier Mannschaften aus dem Kreisgebiet gingen an den Start, und am Ende entschied ein hauchdünner Vorsprung über Gold und Silber: Das Team RVV Equus 6 auf Turtock mit Christina Ender an der Longe setzte sich mit 6,169 Punkten knapp vor VVS Kalkar 6 (Pferd Exentriek, Longenführerin Madita Brauer, 6,166 Punkte) durch. Den dritten Platz sicherte sich VVS Kalkar 7 auf Florisson mit Leonie Brüx (Note 6,062). Besonders stark war die Beteiligung im Krümmelcup, bei dem gleich zwölf Teams aus dem Kreis antraten. Hier jubelte am Ende der RFV St. Georg Winnekendonk gleich doppelt: Das Team Blau auf Sazan mit Judith Kouassi gewann die Konkurrenz mit 6,585 Punkten, dicht gefolgt vom Team Grün des gleichen Vereins (Longenführerin Hannah Adamsschek, 6,528 Punkte). Auf den dritten Platz kam das Team VVS Kalkar 10 auf Florisson mit Charlotte Biesemann (Note 6,398). Die Organisatoren zeigten sich hochzufrieden mit dem sportlichen Niveau und der Stimmung in der Halle. „Wir haben heute eindrucksvoll gesehen, wie viel Leidenschaft und Trainingsfleiß in der Voltigierarbeit steckt. Die Kinder und Jugendlichen haben das Publikum begeistert und für viele Gänsehautmomente gesorgt“, hieß es nicht nur vom gastgebenden Club der Pferdefreunde Goch. Auch die Geschäftsführerin des Kreispferdesportverbandes (KPSV) Kleve, Wilma Hebben und die Beauftragte für die Allgemeinen Breitensport des KPSV Silvia Janßen, die die Siegerehrungen vornahmen, zeigten sich beeindruckt von des akrobatischen Übungen der Teilnehmer auf dem Pferderücken. So gingen die Kreismeisterschaften mit vielen strahlenden Gesichtern und stolzen Teams zu Ende – ein Beleg für die lebendige Voltigierszene im Kreis Kleve. Das Foto des Vereins zeigt die frischgebackenen Kreismeister, eingerahmt von der Geschäftsführerin des Kreispferdesportverbandes (KPSV) Kleve, Wilma Hebben, links und der Beauftragten für den allgemeinen Breitensport des KPSV Silvia Janßen.
von Stephan Derks 19. September 2025
von Stephan Derks 16. September 2025
Toris Work-Shop am 15. November 2025, um 10 Uhr, in Sevelen
von Stephan Derks 10. September 2025
Para-Dressurreiterin vom RV Blücher Sevelen triumphiert im niederländischen Ermelo – Erstes Mannschafts-Gold für Deutschland Das war spannend bis zum Schluss! Am Ende jubelte das deutsche Team der Para-Dressurreiter bei den Europameisterschaften im niederländischen Ermelo über eine historische Premiere: Mit Heidemarie Dresing und Poesie, Regine Mispelkamp und Pramwaldhof’s Bayala, Isabell Nowak mit Siracusa OLD und Melanie Wienand mit Lemony’s Loverboy holte die Equipe erstmals Mannschafts-Gold in der Para-Dressur – ein Meilenstein in der deutschen Reitsportgeschichte. „Das ist schon toll, dass es so geklappt hat, wie wir es erhofft haben, und alle Pferde auf den Punkt ihre Top-Leistung bringen konnten“, freute sich Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer. Am Ende war es denkbar knapp: Mit 224,454 Punkten lag Deutschland hauchdünn vor den Niederlanden (223,362) und Dänemark (221,974). Gold von Anfang an im Blick – aber Spannung bis zuletzt Den Auftakt hatte Heidemarie Dresing (Rheda-Wiedenbrück) gemacht. Mit ihrer Fürstenball-Tochter Poesie setzte sie in der Grade-II-Prüfung mit 77,533 Prozent gleich die Bestmarke. Danach folgte die für den RV Blücher Sevelen startende Regine Mispelkamp mit ihrer Oldenburger Stute Pramwaldhof’s Bayala. Das Paar, das schon in der Einzelwertung Gold geholt hatte, steigerte sich erneut und ritt mit 74,105 Prozentpunkten auf Rang zwei der Grade-V-Prüfung. „Regine hat ihre ganze Prüfungsstärke ausgespielt und sich nochmal gesteigert“, lobte die Bundestrainerin. Auch für die zehnjährige Stute von Barrosso – Self Made war es das erste große Championat – und gleich ein Triumph. Die Spannung blieb bis zur letzten Prüfung Da in Grade IV keine deutsche Reiterin am Start war, hätten die Briten oder Dänen rechnerisch noch vorbeiziehen können. Doch am Ende reichte es – und Deutschland schrieb mit der ersten Mannschafts-Goldmedaille Para-Dressur-Geschichte. Doppel-Europameisterin aus Sevelen Für Regine Mispelkamp vom RV Blücher Sevelen war es eine EM der Superlative. Schon in der Einzelwertung hatte sie Gold gewonnen, nun folgte in der Kür der zweite Streich. Mit einer harmonischen, technisch anspruchsvollen Vorstellung auf Pramwaldhof’s Bayala erzielte sie 77,700 Prozentpunkte und ließ die Konkurrenz klar hinter sich. „Das war wieder sehr, sehr schön – ein richtiger Gänsehaut-Moment, als Regine in der Trabverstärkung auf die Richter zu ritt“, schwärmte Bundestrainerin Fütterer-Sommer. Damit beendet Mispelkamp die Europameisterschaft mit zwei Goldmedaillen in den Einzelprüfungen sowie Mannschaftsgold – ein doppelter Grund zum Feiern in Sevelen. Fünfmal Gold für Deutschland Auch Heidemarie Dresing glänzte mit zwei Einzel-Goldmedaillen. Gemeinsam mit Mispelkamp, Nowak und Wienand machte sie Deutschland zur überragenden Nation dieser Europameisterschaft. Mit insgesamt fünf Goldmedaillen setzte die deutsche Equipe ein Ausrufezeichen und übertraf alle Erwartungen. „Wir hatten uns schon die ein oder andere Medaille erhofft, aber das hier ist einfach unglaublich“, zog Bundestrainerin Fütterer-Sommer Bilanz.
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