Kreisverband Kleve

von Stephan Derks 12. Juni 2026
Das Foto (PSVR) zeigt: von links nach rechts Heidi van Thiel, Präsidentin PSVR, Dr. Friedrich-Wilhelm Hanbücken,bekam die Ehrennadel in Gold, Roger Haunhorst, bekam die Trainernadel in Gold und der Asperdener Peter Jansen Senior Lebenswerk eines Pioniers gewürdigt: Peter Janssen sen. erhält besondere Ehrung des Pferdesportverbandes Rheinland Asperden/Rheinland. Eine Persönlichkeit, die den Pferdesport über Jahrzehnte geprägt hat wie kaum eine andere, wurde kürzlich im Rahmen der Delegiertenversammlung des Pferdesportverbandes Rheinland für ihr Lebenswerk geehrt: Peter Janssen senior aus Asperden erhielt eine besondere Auszeichnung – eine Würdigung für jahrzehntelanges Engagement, Innovationsgeist und unermüdlichen Einsatz für den Vielseitigkeitssport. Dabei bedarf es in der Reitsportszene eigentlich keiner großen Vorstellung mehr: Peter Janssen sen. ist weit über die Grenzen des Rheinlands hinaus bekannt – und vor allem geschätzt. Ob auf Turnierplätzen, bei großen Championaten oder internationalen Veranstaltungen: Sein Name steht seit Jahrzehnten für Kompetenz, Verlässlichkeit und Leidenschaft für den Pferdesport. Besonders eng verbunden ist Janssen seit jeher mit dem Vielseitigkeitssport. Doch sein wohl größter Verdienst reicht weit über sportliche Leidenschaft hinaus: Als Erfinder der sogenannten „Rechenstelle“ revolutionierte er die Turnierorganisation nachhaltig. Was heute selbstverständlich erscheint, war einst eine bahnbrechende Idee. Stundenlanges Rechnen nach einer Prüfung gehörte plötzlich der Vergangenheit an. Veranstalter profitierten von deutlich vereinfachten Abläufen, Reiterinnen und Reiter von schnellen und vor allem korrekten Ergebnissen. Mit seinem Konzept schuf Peter Janssen sen. ein System, das den Turniersport moderner, transparenter und effizienter machte. Heute können Interessierte Ergebnisse vielfach sogar live verfolgen – eine Entwicklung, deren Ursprung unmittelbar auf seinen Ideen basiert. Damit wurde der Asperdener zu einem echten Pionier im Pferdesport. Sein Fachwissen und seine Erfahrung führten ihn längst weit über regionale Grenzen hinaus. Weltweit war Peter Janssen sen. im Einsatz, sein Know-how wurde international geschätzt. Selbst bei Weltreiterspielen vertraute man auf seine Expertise – ein eindrucksvoller Beleg für die Anerkennung, die sich der Asperdener über Jahrzehnte erarbeitet hat. Der Pferdesportverband Rheinland hatte Peter Janssen sen. bereits im Laufe der Jahre mit sämtlichen verfügbaren Auszeichnungen geehrt. Umso bemerkenswerter ist die nun erfolgte Würdigung seines Lebenswerks. In dem Jahr, in dem Janssen seinen 80. Geburtstag feiert, wollte der Verband noch einmal ein sichtbares Zeichen des Dankes setzen. Denn eines steht außer Frage: Aus dem Vielseitigkeitssport ist Peter Janssen Senior längst nicht mehr wegzudenken. Mit Innovationskraft, Herzblut und außergewöhnlichem Engagement hat er Generationen von Reitern, Veranstaltern und Funktionären begleitet – und den Pferdesport nachhaltig geprägt. Die Ehrung für sein Lebenswerk ist deshalb weit mehr als eine Auszeichnung: Sie ist ein Zeichen tief empfundener Anerkennung für eine außergewöhnliche Lebensleistung.
von Stephan Derks 11. Juni 2026
Großer Erfolg für den Reitverein Blücher Sevelen: Para-Dressurreiterin Regine Mispelkamp hat beim renommierten Balve Optimum den Deutschen Meistertitel in der Para-Dressur gewonnen. Mit ihrem Pferd Highlander Delight’s setzte sich die erfahrene Athletin in der Wertung der Grades IV und V gegen starke Konkurrenz durch und sicherte sich die Goldmedaille. Die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressur fanden traditionell parallel zu den nationalen Titelkämpfen des Regelsports statt und galten zugleich als wichtige Sichtung für die kommenden Weltmeisterschaften in Aachen. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen der Athletinnen und Athleten wurden die Meistertitel erneut in zwei Wertungsklassen vergeben. Während bei den Grades I bis III Heidemarie Dresing mit ihrem Pferd Poesie souverän ihren bereits sechsten Deutschen Meistertitel gewann, entwickelte sich die Entscheidung in den Grades IV und V zu einem echten Krimi. Bis zum letzten Ritt blieb der Ausgang offen. Doch Regine Mispelkamp bewahrte die Nerven, zeigte ihre ganze Routine und überzeugte mit einer fehlerfreien Kür. Mit dieser starken Leistung sicherte sie sich verdient die Goldmedaille und damit den Titel der Deutschen Meisterin. Die Silbermedaille ging an Helen Schildhauer mit Vulkan Vegas IB, die als Newcomerin für die Überraschung des Turniers sorgte. Bronze gewann Anna-Lena Niehues mit Vive L’amour. Für Regine Mispelkamp und den RV Blücher Sevelen ist dieser Titelgewinn ein weiterer Höhepunkt in einer bereits erfolgreichen Karriere. Die Para-Dressurreiterin zählt seit Jahren zu den Aushängeschildern des deutschen Para-Reitsports und stellte in Balve erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass sie zur nationalen Spitze gehört. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft setzt Mispelkamp zugleich ein starkes Zeichen im Hinblick auf die bevorstehenden internationalen Aufgaben. Die gezeigte Form macht Hoffnung auf weitere Erfolge bei den Weltmeisterschaften, die in diesem Jahr in Aachen ausgetragen werden. Entsprechend groß war die Freude im Lager des RV Blücher Sevelen, dessen Farben die erfolgreiche Reiterin seit vielen Jahren vertritt. Der Deutsche Meistertitel in Balve ist nicht nur ein persönlicher Triumph für Regine Mispelkamp, sondern auch eine besondere Auszeichnung für ihren Heimatverein und den gesamten Pferdesport am Niederrhein. 
von Stephan Derks 9. Juni 2026
Die Reiter aus dem Kreispferdesportverband Kleve zeigten am Wochenende auf der Reitanlage des Club der Pferdefreunde Goch tolle Leistungen in Dressur und Springen GOCH. Die Reitanlage des Club der Pferdefreunde Goch war am Wochenende Schauplatz der Kreismeisterschaften in Dressur und Springen. Bei besten äußeren Bedingungen kämpften die Reiter aller Alters- und Leistungsklassen um Titel, Medaillen und wertvolle Platzierungen. Am Ende konnten die Veranstalter auf zwei rundum gelungene Turniertage zurückblicken, die sowohl sportlich als auch organisatorisch überzeugten. Bereits am Samstag standen die Nachwuchsreiter im Mittelpunkt des Geschehens. Im Nachwuchs-Cup Dressur der Klasse E setzte sich Sophia Warnecke, Asperden-Kessel, mit Nibelungensheld Rocky gegen Hanne Lohmann, Wetten, auf Calli Ceep’s Cole S sowie Klara Aengenheyster, Wetten, mit Der kleine Diamant durch. Großen Zuspruch fand auch der Nachwuchs-Cup im Mannschafts-Dressur-Reiterwettbewerb. Hier gewann die Startgemeinschaft Rheurdt und Sevelen mit Margaretha Leurs, Hanna Botor, Sophie Dammertz und Lisanne Ophey. Rang zwei ging an die Mannschaft Keppeln/Driesen Asperden-Kessel. Den dritten Platz sicherte sich das Team Kalkar. In der Mannschaftsdressur des Nachwuchs-Cups auf E-Niveau setzte sich die Mannschaft Wetten durch. Hanne Lohmann, Lenia Venmans, Thea Eichhof und Klara Aengenheyster verwiesen die Gastgeber vom Club der Pferdefreunde mit Lina Küsters, Juli Küsters, Marla Kauling und Tessa Kauling auf Rang zwei. Auch im Springen präsentierte sich der Nachwuchs in starker Form. Die Einzelwertung des Nachwuchs-Cups der Klasse E gewann Jette Böhling, Haldern mit Ferguson. Platz zwei belegte Violet Schubert, Aldekerk, mit Daytona, vor Clara Tönisen, Asperden-Kessel, mit Mikado. Für besonderen Jubel bei den Gastgebern sorgte das Mannschaftspringen im Nachwuchs-Cup. Hier siegte die Mannschaft Goch mit Marike Janßen, Emma Jolie Reetz und Mara Hübner. Platz zwei ging an die Startgemeinschaft Haldern/Praest, während die Mannschaft Wetten den dritten Rang belegte. Am Sonntag standen die Entscheidungen um die Kreismeistertitel im Mittelpunkt. In der A-Dressur sicherte sich Henriette Katharina Joosten, Haldern, mit Faraya D’oro den Titel vor Anna-Lena Gellen, Wetten, mit Rotkäppchen und Anny Hartmann, Rheurdt, mit Pauline das Pony. Die Kreismeisterschaft in der L-Dressur gewann Fiona Baumeister, Asperden-Kessel, auf Venetia della Mare. Finja Vermaßen, Rheurdt mit For Dance und Martina Jacobs, Asperden-Kessel, mit Cormina folgten auf den weiteren Medaillenrängen. In der höchsten Dressurwertung der Klasse M setzte sich Marion Op de Hipt, Aldekerk, mit Popov durch. Silber ging an Susanne Böhling, Haldern, mit Zara B, Bronze an Anna-Lena Krahnen vom RV Brauershof Geldern mit Dynoro. Die Mannschafts-Kreismeisterschaft in der A-Dressur gewann die Startgemeinschaft Weeze/Kranenburg mit Elena Marie Thijs, Jasmin Christin Adler, Linn Marie Berkhout und Carmen Elbers. Das Team Rheurdt belegte Rang zwei vor der Mannschaft Haldern. Im Springlager konnten sich insbesondere die Reiter gastgebenden Club der Pferdefreunde über zahlreiche Erfolge freuen. Die Pony-Kreismeisterschaft der Klasse A gewann Mia Wellessen auf Montero. Hanne Lohmann und Summer Brüggemeier, beide Wetten, komplettierten das Podium. In der Kreismeisterschaft Springen der Klasse A sicherte sich Laura Flaswinkel, Keppeln, mit Heartbreaker De Luxe den Titel. Dahinter folgten mit Jana Hurkens auf Ottilia D und Lisa Meier auf Batida gleich zwei Reiterinnen des Club der Pferdefreunde. Besonders erfolgreich verlief die Meisterschaft der Klasse L für die Gastgeber. Antonia Beckmann gewann mit Chelsea den Kreismeistertitel vor ihrer Vereinskollegin Tina Wellessen mit Panajotta. Luisa Winkel, Aldekerk, belegte mit Future’s Champ P den dritten Platz. Auch die Meisterschaft der Klasse M* blieb fest in Gocher Hand. Franziska Bockhorn sicherte sich mit Derrick den Titel vor Julia Muth von der RSG Niederrhein mit Edarco und Fin Schulte-Geldermann, Kranenburg, mit Cassina. In der höchsten Springwertung des Wochenendes, der Kreismeisterschaft M**/S, setzte sich Judith Thoenes, Asperden-Kessel, mit Hülmer Heide durch. Die Silbermedaille gewann Jens Terhoeven-Urselmans, Keppeln, mit Liberty, Bronze ging an Vereinskollegen Tobias Thoenes mit Black Pearl. Spannend verlief auch die Mannschafts-Kreismeisterschaft Springen der Klasse L. Hier triumphierte die erste Keppelner Mannschaft mit Sina Heisterkamp, Malin Terhoeven-Urselmans, Jörg Leon Zahn und Jens Terhoeven-Urselmans. Platz zwei sicherte sich Mannschaft I des RFV Asperden-Kessel vor der zweiten Keppelner Mannschaft. Den sportlichen Höhepunkt des Sonntags bildete traditionell die Springprüfung der Klasse S* mit Stechen um den Preis der Volksbank an der Niers. Die anspruchsvolle Prüfung bot den zahlreichen Zuschauern noch einmal hochklassigen Springsport und spannende Entscheidungen bis zum letzten Ritt, wobei Judith Emmers fehlerfrei im Stechen gewann. Mit dem großen Aufmarsch und der Ehrung der neuen Kreismeister fand das Turnier schließlich seinen feierlichen Abschluss. Entsprechend zufrieden fiel das Fazit des gastgebenden Vereins aus. „Wir hatten ein sehr gelungenes Turnier bei optimalen Bedingungen in der Dressur und im Springen. Alle Meisterschafts- und Nachwuchs-Cup-Wertungen wurden mit Spannung verfolgt und es konnten tolle Sieger gefunden werden. Bei sehr guten Besucherzahlen wurden sowohl in der Reithalle als auch auf dem Außenplatz hervorragende sportliche Leistungen verfolgt. Ich bin mehr als zufrieden mit den beiden Turniertagen. Mit tollen Ritten hatten wir erfolgreiche Tage, die sowohl Reiter als auch Zuschauer und Veranstalter genießen konnten“, erklärte Franziska Tönnißen vom Club der Pferdefreunde. Damit bewies der Club der Pferdefreunde Goch einmal mehr seine Stärke als Ausrichter einer großen Pferdesportveranstaltung und sorgte für ein Meisterschaftswochenende, das den Teilnehmern und Besuchern gleichermaßen in bester Erinnerung bleiben dürfte. Sämtliche Ergebnisse des Turniers können im Internet unter www.equi-score.de eingesehen werden. Nachfolgend die Ergebnisse der Kreismeisterschaften im Einzeln und die Fotos, zur Verfügung gestellt vom Club der Pferdefreunde Goch
von Stephan Derks 3. Juni 2026
Kreismeisterschaften der Fahrer am 04./05. Juli 2026 in Wetten
von Stephan Derks 16. April 2026
von Stephan Derks 16. April 2026
von Stephan Derks 16. April 2026
Termine Kreismeisterschaften im Kreispferdesportverband Kleve 2026
von Stephan Derks 16. April 2026
Kreispferdesportverband Kleve steht vor Neuausrichtung, Georg Broeckmann und Georg Lamers wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und Beitragsanpassung beschlossen Gut besucht war die 51. Delegiertenversammlung des Kreispferdesportverbandes Kleve (KPSV), ein deutliches Signal dafür, welchen Stellenwert der Pferdesport in der Region weiterhin besitzt. Vorsitzender Norbert Paeßens begrüßte neben zahlreichen Vereinsvertretern auch prominente Gäste wie den Ehrenvorsitzenden Rudi Lodewick, den Landtagsabgeordneten Stephan Wolters sowie die Para-Olympionikin Regine Mispelkamp. Wolters betonte in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung des Pferdesports: „Pferdesport ist mehr als ein Hobby, er ist Vereinsleben und Wirtschaftskraft zugleich.“ Gleichzeitig verwies er auf einen Wandel innerhalb der Szene. Unter Bezugnahme auf Aussagen von Isabell Werth, die jüngst einen Rückgang der ländlichen Reiterei beklagt hatte, machte er deutlich, dass unter anderem auch ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung notwendig sei. Gerade im Pferdesport werde die besondere Partnerschaft zwischen Mensch und Tier sichtbar. Ein Zusammenspiel, das auch im Parasport Maßstäbe setze. Trotz rückläufiger Zahlen, aktuell gehören dem Verband 40 Vereine mit insgesamt 5.621 Mitgliedern an, 203 weniger als im Vorjahr, zeigte sich Paeßens optimistisch: „Wir haben allen Grund, positiv in die Zukunft zu schauen.“ Gleichzeitig mahnte er an, dass insbesondere Kindern der Zugang zu Tieren zunehmend erschwert werde. Ein Blick auf die Vereinsstruktur zeigt jedoch die Stärke der Region: Mit 448 Mitgliedern ist der Reiterverein von Bredow Keppeln der größte im Kreis, gefolgt vom Club der Pferdefreunde Goch (422) und dem RV von Driesen Asperden-Kessel (406). Auch erinnerte Kreisjugendwartin Anna Jacobs in der Versammlung an zahlreiche sportliche Erfolge auf regionaler und überregionaler Ebene. Doch neben sportlichen Erfolgen wurden auch strukturelle Probleme deutlich. Breitsportbeauftragte Silvia Janßen kritisierte die bürokratischen Hürden bei der Nutzung von Fördermitteln. Zwar stünden jährlich 800.000 Euro aus der Reitabgabe für den Ausbau von Reitwegen zur Verfügung, doch der Zugang zu diesen Geldern sei kompliziert. „Ich habe ein Jahr gebraucht, um Mittel für einen kleinen Reitweg in Kranenburg zu beantragen“, berichtete sie. Ein weiteres Thema war die grenzüberschreitende Mobilität mit Pferden. Wolters verwies auf eine Initiative von CDU und Bündnis 90/Die Grünen Mitte März, die den Grenzverkehr mit Pferden zwischen Nordrhein-Westfalen und den Benelux-Staaten erleichtern soll. Derzeit sei für jede Fahrt ein kostenpflichtiges, zeitlich begrenztes Gesundheitszertifikat erforderlich. Ein erheblicher Aufwand für Pferdehalter und Behörden gleichermaßen. Auch personell stellte sich der Verband neu auf. Paeßens bleibt Vorsitzender, Wilma Hebben führt die Geschäfte, allerdings nur noch für ein Jahr, nach beeindruckenden 29 Jahren im Amt. Deborah Schaap bleibt weiterhin für die Finanzen zuständig. Veränderungen gab es im Sportausschuss, während Christine Nolden künftig eine zentrale Rolle als Vertreterin der aktiven Turniersportler übernimmt. Gemeinsam mit Norbert Paeßens ehrte sie die erfolgreichen Pferdesportler des KPSV. Für ihre langjährigen Verdienste wurden Georg Broeckmann und Georg Lamers ausgezeichnet. Beide erhielten hohe Ehrungen des Pferdesportverbandes Rheinland und wurden zu Ehrenmitgliedern des KPSV ernannt. Nach Jahrzehnten ohne Anpassung beschloss die Versammlung zudem eine moderate Beitragserhöhung: Künftig zahlen die Mitgliedsvereine 1,50 Euro pro Mitglied. Ein inhaltlicher Höhepunkt war der Vortrag von Regine Mispelkamp zum Thema Inklusion im Reitsport. Die Goldmedaillengewinnerin von Paris sprach bewusst von „Menschen mit Einschränkungen“ statt von Behinderten und warb für mehr Sichtbarkeit des Parasports. „Wir wollen kein Mitleid“, stellte sie klar. Vielmehr gehe es um Gleichbehandlung, auch bei der Bewertung durch Turnierrichter. Besonders eindrucksvoll schilderte Mispelkamp die Rolle der Pferde: Sie kompensierten Einschränkungen ihrer Reiter mit bemerkenswerter Sensibilität und Körperspannung. „Wenn man sieht, wie ein Para-Reiter mit seinem Pferd kommuniziert, wird man demütig“, sagte sie. Zum Abschluss griff Paeßens diesen Impuls auf: „Lasst uns das Thema Inklusion gemeinsam angehen. Einfach mal machen, ein Wir-Gefühl erzeugen.“ Fazit: Die Delegiertenversammlung zeigte damit deutlich: Der Pferdesport im Kreis Kleve steht vor Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen. Zwischen Tradition, gesellschaftlichem Wandel und neuen Impulsen will der Verband seinen Weg entschlossen weitergehen. Nachfolgende Fotos zeigen: die neuen Ehrenvorsitzen den Georg Broeckmann und Georg Lamers, eingerahmt vom Vorsitzenden des KPSV Norbert Paeßens und dem Landtagsabgeordneten Stefan Wolters Regine Mispelkamp während ihres hörenswerten Vortrags die geehrten Pferdesportler aus 2025, links Norbert Paeßens und rechts die Sportausschussvorsitzende Christine Nolden Fotos: Stephan Derks
von Stephan Derks 19. November 2025
64 Kinder und Jugendliche starten beim neuen Kreisvierkampf in Goch, Club der Pferdefreunde erwies sich bei bester Stimmung als exzellenter Gastgeber Sportlicher Ehrgeiz, Teamgeist und ganz viel Spaß: Das Turnier beim Club der Pferdefreunde Goch stand am Wochenende ganz im Zeichen der EquiFit-Challenges, der Neuauflage des früheren Kreisvierkampfs. „Wir hatten ein sehr erfolgreiches Turnier, in das die EquiFit-Challenges integriert worden waren“, freute sich Franziska Thönißen vom gastgebenden Verein. Die Premiere des neuen Formats sei „ein voller Erfolg“ gewesen sportlich, wie auch atmosphärisch. Vier Disziplinen, ein Ziel Wie beim traditionellen Vierkampf mussten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können in Schwimmen, Laufen, Dressur und Springreiten unter Beweis stellen. Die Ausdauerdisziplinen standen bereits am Samstag auf dem Programm, ehe am Sonntag die Reiterwettbewerbe auf der Anlage in Goch folgten. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. 64 Kinder und Jugendliche waren am Start und hatten viel Spaß“, bilanzierten Kreisjugendwartin Anna Jacobs und Franziska Thönißen zufrieden. Neben den EquiFit-Startern nahmen auch viele weitere Reiterinnen und Reiter am Turnier teil, so dass für reichlich Betrieb und gute Stimmung gesorgt war. Haldern siegt auf A-Niveau Insgesamt wurden in vier Wertungsklassen die besten Teams ermittelt. Auf A-Niveau, das zugleich als Kreismeisterschaft gewertet wurde, triumphierte das Team Haldern mit Lynn Sessing und Hannah Steinauf (4.801 Punkte). Auf Platz zwei folgte Wetten mit Hanne Lohmann und Marie Linke (4.446 Punkte) vor dem Team Goch (Lene Kersting, Janne Brückers, 4.382 Punkte). Auch in den weiteren Klassen gab es spannende Entscheidungen : • E-Niveau: 1. Haldern (Lina El Beridi, Anni Bontrup) – 4.729 Punkte 2. Asperden-Kessel (Clara Tönisen, Sophia Warnecke) – 4.376 Punkte 3. Praest (Ronja und Nina Becker) – 4.353 Punkte • Nachwuchs: 1. Praest II (Mila Jordan, Zahra Oudendijk) – 5.036 Punkte 2. Goch (Juli Küsters, Tessa Kauling) – 4.694 Punkte 3. Wetten III (Lysann Brammen, Maya Joyce Brüggemeier) – 4.655 Punkte • Bambini: 1. Haldern (Clara Winkel, Emilia Lüdiger) – 4.934 Punkte 2. Goch II (Laura Derksen, Helene Dickhaus) – 4.573 Punkte 3. Wetten (Magdalena Dörr, Miley Lene Brüggemeier) – 4.302 Punkte Starkes Signal für die Jugendarbeit Mit der EquiFit-Challenge ist dem Kreisreiterverband Kleve ein moderner Neustart gelungen. Das Konzept verbindet sportliche Leistung mit Spaß an der Bewegung – und spricht so den Reiternachwuchs direkt an. „Die Kinder haben mit so viel Freude und Einsatz gekämpft, das war schön zu sehen“, lobte Thönißen. Für die Organisatoren steht fest: Diese Neuauflage des Kreisvierkampfs hat Zukunft. Nachfolgend die Ergebnisse im Einzelnen:
von Stephan Derks 8. Oktober 2025
Strahlende Gesichter und stolze Pferde: Mit gleich zwei Bronzemedaillen kehren die Vielseitigkeitsreiterinnen aus dem Kreis Kleve von den kürzlich auf dem Hof Münkel in Langenhagen ausgetragenen Deutschen Amateur Meisterschaften zurück. Ein Erfolg, der nicht nur ihre persönliche Klasse, sondern auch die Stärke der regionalen Reitsportszene unterstreicht. Die Uedemerin Christel Heyl (IGV KV Kleve e.V., siehe oberes Foto) überzeugte mit ihrer erst neunjährigen Stute Emery THC, die sie selbst ausgebildet hat. In der Deutschen Amateur Meisterschaft erritt sie Bronze – und bewies damit einmal mehr ihr feines Gespür und ihr Können im Sattel. Auch in der international offen ausgeschriebenen CCI3*-Prüfung, die gleichzeitig als Meisterschaft gewertet wurde, konnte das Paar eine Platzierung erreichen. Nicht weniger beeindruckend war der Auftritt von Johanna Voelkel-Hilbrich (RV Rheurdt, unteres Foto rechts). Mit ihrem erst sechsjährigen, selbstgezogenen Wallach Alf PH erkämpfte sie sich die Bronzemedaille im Deutschen Amateur Championat. Auch sie rundete das Wochenende mit einer Platzierung in der anspruchsvollen, offen ausgeschriebenen CCI2*-Prüfung ab. Damit gehen gleich zwei bedeutende Medaillen in den Kreis Kleve – ein starkes Signal für den Vielseitigkeitssport in der Region. Übrigens: Die Vielseitigkeit gilt als „Königsdisziplin“ des Reitsports. Sie vereint die Eleganz der Dressur, die Präzision des Springreitens und die Ausdauer sowie den Mut im Geländeritt. Von den Reitern verlangt sie höchste Konzentration, Vielseitigkeit und eine tiefe Partnerschaft mit dem Pferd. Für die beiden erfolgreichen Amazonen aus dem Kreis Kleve ist die Auszeichnung daher nicht nur eine sportliche Bestätigung, sondern auch ein Lohn für jahrelanges Training und die enge Zusammenarbeit mit ihren Pferden. „Dass gleich zwei Medaillen an Reiterinnen aus unserem Kreis gehen, erfüllt uns mit besonderem Stolz“, so Norbert Paeßens, Vorsitzender des Kreispferdesportverbandes Kleve. „Dieser Erfolg zeigt, wie viel Leidenschaft, Geduld und Fachwissen hinter der Ausbildung der Pferde und hinter jeder einzelnen Prüfung steckt.“ Mit diesem Doppelerfolg haben Christel Heyl und Johanna Voelkel-Hilbrich eindrucksvoll bewiesen, dass der Kreis Kleve auch auf nationalem Parkett im Spitzensport der Amateure ein Wörtchen mitzureden hat.
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